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kann die pest wieder kommen

by Cathy Little V Published 4 months ago Updated 3 weeks ago
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Die Pest kann jederzeit wiederkommen
Außerdem zeige es, dass der in Tierreservoiren überdauernde Erreger immer wieder auf den Menschen überspringt, es also jederzeit zu einer neuen Epidemie kommen könnte.
Jan 28, 2014

Full Answer

Wie geht es weiter mit der Pest?

Dennoch gibt es bislang weder vom Center for Disease Control and Prevention (CDC), der nationalen US-Seuchenschutzbehörde, noch von der WHO in Genf eine Reaktion oder eine konkrete Warnung vor der Pest. Die USA sind somit vor einer Rückkehr der Pest als landesweite Epidemie noch weit entfernt.

Wie gefährlich ist die Pest?

Risikogebiete: Die Pest gibt es heute noch. Doch in Asien, Afrika und Amerika besteht noch heute ein Infektionsrisiko, besonders in Madagaskar, Tansania, Russland, China, Indien, Vietnam oder Peru. In Madagaskar ist die letzte Epidemie noch nicht lange her. Erst 2017 gab es über 120 Pest-Tote.

Was ist der Auslöser von Pest?

Auslöser ist die Bakterienart Yersinia pestis. Das Wort „pestis“ leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „Seuche“. Schon seit der Antike kam es immer wieder zu verheerenden Pest-Epidemien. In Europa war die Seuche im Mittelalter eine der Haupttodesursachen.

Wie viele Pest-Erkrankungen gibt es heute?

Große Epidemien und Pandemien, die im Mittelalter Millionen von Opfern forderten, gibt es heute aber nicht mehr. Zwischen 2010 und 2015 registriert die Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit 3.248 Pest-Erkrankungen, darunter 584 Todesfälle.

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Kann man heute noch die Pest bekommen?

Die Pest tritt auch heute noch in kleinen Endemiegebieten in Afrika, Asien und Amerika auf. Die drei hauptsächlichen Endemieländer sind Madagaskar, die Demokratische Republik Kongo und Peru.

Ist die Pest wirklich ausgerottet?

Um 770 verschwand die Pest für fast 600 Jahre aus dem Mittelmeerraum und Europa. Wie es dazu kam und dass nach der ersten großen Pestwelle im 6. Jahrhundert sich die Gesundheitslage der überlebenden Bevölkerung (indirekt) verbesserte, wird in der Forschung seit langem diskutiert.

Ist die Pest immer tödlich?

Die unbehandelte primäre Lungenpest verläuft zu nahezu 100 % tödlich, bei frühzeitigem Therapiebeginn ist die Prognose allerdings deutlich günstiger. Die sekundäre Lungenpest ist die Komplikation einer zunächst außerhalb der Lunge lokalisierten Infektion mit Y. pestis.

Wie ging die Pest wieder weg?

„Die Berichte belegen, dass die Pest immer wieder durch Schiffe aus dem Ausland in europäische Häfen eingeschleppt wurde, häufig aus ehemaligen Kolonien wie Bombay, Buenos Aires oder Alexandria“, erklärt das Team.

Kann man sich gegen die Pest impfen lassen?

Gibt es eine Impfung gegen Pest? Es gibt keinen zugelassenen Impfstoff.

Warum ist die Pest verschwunden?

„Der Mangel an Nagetier-Reservoirs in Europa ist der fundamentale Grund dafür, warum die Pest heute keine Gesundheitsbedrohung auf dem Kontinent mehr ist. “ Dieser Artikel wurde erstmals 2019 veröffentlicht.

Wie schützt man sich vor der Pest?

Gute Hygienebedingungen sowie die Bekämpfung von Ratten und Flöhen sind die besten Schutzmaßnahmen gegen Pest. Impfstoffe gegen Pest gibt es zwar, sie vermitteln aber nur eine eingeschränkte Immunität. Zudem schützen sie nur vor Beulenpest und sind relativ schlecht verträglich.

Warum heißt es der Schwarze Tod?

Hatte sich ein Mensch mit der Pest angesteckt, bekam er Fieber und Schüttelfrost und nach einigen Tagen Beulen am Körper. Deshalb spricht man auch von der Beulenpest. Außerdem färbte sich die Haut der Kranken blauschwarz. Manche meinen, dass die Pest deshalb Schwarzer Tod genannt wurde.

Was hat die Pest gestoppt?

Aderlass und Kräuter als Gegenmittel. Im Mittelalter kannten die Menschen kein wirksames Mittel gegen die Pest. Häufig wurden die Erkrankten zur Ader gelassen: Man entnahm ihnen Blut, indem man – meist im Oberarm – in eine Vene schnitt. Andere Kranke bekamen Brechmittel oder Einläufe.

Wann war die letzte Pest in Deutschland?

Die Pest von 1708 bis 1714 war die letzte Pandemie im Ostseeraum. Dort waren Pestausbrüche bereits zuvor aufgetreten, insbesondere im 14. Jahrhundert. Allerdings war das Ausmaß der Pest im ersten Jahrzehnt des 18.

War die Pest ein Virus?

Die Pest wird durch Bakterien Yersinia pestis verursacht. Es gibt verschiedene Ausprägungsformen: Beulenpest, septikämische Pest und Lungenpest. Die Länder mit den meisten Pestfällen sind aktuell Madagaskar, Demokratische Republik Kongo und Peru.

Haben Ratten die Pest übertragen?

Die Übertragung über Zwischenwirte führt zur Beulenpest, die Übertragung per Tröpfcheninfektion zur noch gefürchteteren und hoch tödlichen Lungenpest. Es zeigt sich also, dass Ratten und letztlich auch die Flöhe selbst Opfer des Pest-Bakteriums werden.

Was hat die Pest gestoppt?

Aderlass und Kräuter als Gegenmittel. Im Mittelalter kannten die Menschen kein wirksames Mittel gegen die Pest. Häufig wurden die Erkrankten zur Ader gelassen: Man entnahm ihnen Blut, indem man – meist im Oberarm – in eine Vene schnitt. Andere Kranke bekamen Brechmittel oder Einläufe.

Wo ist die Pest ausgerottet?

Mancherorts dokumentierten Ärzte jedes Jahr neue Fälle, doch mehr als ein Dutzend waren es selten. Das letzte Mal starben Menschen in Europa an der Pest im Jahr 1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs, in Tarent.

Kann die Pest geheilt werden?

Behandelt wird die Pest heutzutage mit Antibiotika über 10 Tage. Bei frühzeitiger Diagnose bestehen gute Chancen auf Heilung. Eingesetzte Wirkstoffe sind beispielsweise Streptomycin oder Gentamicin und Chloramphenicol sowie Kombinationen aus Tetracyclinen und Sulfonamiden.

Wer hat die Pest überlebt?

War die Seuche erst einmal ins Haus gekrochen, hatte kaum ein Bewohner eine Chance, so ansteckend war die Pest. Infizierte kamen auf eine Lebenserwartung von einem bis anderthalb Tagen. "Keiner, der Blut spuckte, überlebte", berichtete ein Chronist aus dem mittelalterlichen Florenz.

Wie kommt es zur Pest?

Das Bakterium wurde 1894 vom Schweizer Arzt Alexandre Yersin entdeckt und trägt seitdem dessen Namen. Die Pest-Bakterien kommen eigentlich nur bei wildlebenden Nagetieren vor, wie Ratten, Mäuse oder Eichhörnchen. Über deren Parasiten, zum Beispiel Rattenflöhe, kann sich das Bakterium aber auch vom Tier auf den Menschen übertragen. Ich Fachkreisen spricht man dann von einer Zoonose.

Was ist die Pest?

Die Pest ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die sich rasend schnell verbreitet. Auslöser ist die Bakterienart Yersinia pestis. Das Wort „pestis“ leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „Seuche“. Schon seit der Antike kam es immer wieder zu verheerenden Pest-Epidemien. In Europa war die Seuche im Mittelalter eine der Haupttodesursachen. Alleine zwischen 1347 und 1353 lag die Opferzahl bei 25 Millionen Menschen. Das war damals ein Drittel der europäischen Bevölkerung. Da früher kaum jemand eine Infektion mit dem Erreger überlebt hat und eines der Symptome großflächige Hautblutungen ist, erhielt die Krankheit den volkstümlichen Namen „der Schwarzer Tod“.

Wie erkennt der Arzt die Pest?

Da sich zu Beginn einer Infektion ein allgemeines Krankheitsgefühl ausbreitet, vermuten Ärzte oft einen harmlosen grippalen Infekt. Nur der Erreger kann einen Hinweis auf die Krankheit geben. Deshalb wird bei der Untersuchung ein Bluttest gemacht, außerdem Auswurf oder Eiter der Beulen auf die Bakterienart Yersinien getestet.

Wie wird die Pest behandelt?

Wichtig für den Behandlungserfolg ist jedoch eine frühzeitige Erkennung der Krankheit. Nur dann gibt es spezielle Antibiotika verordnet , welche das Bakterium unschädlich machen.

Wie kann ich vorbeugen?

Zwar gibt es einen Impfstoff, doch die Nebenwirkungen sind zu groß und der Nutzen der Schutzimpfung zu gering, um in der heutigen Zeit vorsorglich zu impfen. Gegen eine Infektion lässt sich also nicht vorbeugen. Deshalb gilt die Empfehlung, vor allem in Risikogebieten nicht in Kontakt mit Nagetieren zu treten. Schon alleine das Streicheln der Nager kann zur Ansteckung führen.

Wie sind die Heilungschancen bei Pest?

Zweitens können die meisten Formen durch die rechtzeitige Einnahme von Antibiotika geheilt werden .

Wie lange dauert es bis die Lungenpest ausbricht?

Die Inkubationszeit der Beulenpest beträgt zwei bis sechs Tage. Erst dann zeigen sich nach der Ansteckung die ersten Symptome. Bei der Lungenpest bricht die Krankheit wesentlich schneller aus, oft sogar innerhalb der ersten Stunden nach der Infektion. Die Pestsepsis tritt meist als Komplikation einer der beiden anderen Formen auf. Dementsprechend sind die Symptome unterschiedlich:

In Madagaskar gibt es jährlich mehrere Pestwellen

Immer mehr Menschen infizieren sich auf Madagaskar mit der lebensgefährlichen Lungenpest. Das Risiko einer Verbreitung über die Grenzen des Inselstaates vor Südostafrika sei aber gering, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang Oktober mitteilte.

Pestbakterien im US-Bundesstaat Arizona aufgetreten

Auslöser ist eine Meldung des Gesundheitsamts des Coconino County im US-Bundesstaat Arizona. Die Behörde berichtete Anfang August von mehreren toten Präriehunden und Kaninchen, auf denen Flöhe mit dem Pestbakterium Yersinia pestis nachgewiesen wurden.

Niedrige Temperaturen im Sommer begünstigen Ausbreitung

Laut des US-Senders ABC News ist eine mögliche Ursache für die Verbreitung des Pesterregers das Wetter der vergangenen neun Monate. Im Norden von Arizona folgte auf einen milden, nassen Winter ein kühler Sommer.

Noch keine Reaktion oder Warnung von WHO

Dennoch gibt es bislang weder vom Center for Disease Control and Prevention (CDC), der nationalen US-Seuchenschutzbehörde, noch von der WHO in Genf eine Reaktion oder eine konkrete Warnung vor der Pest. Die USA sind somit vor einer Rückkehr der Pest als landesweite Epidemie noch weit entfernt.

Bislang noch keine Fälle in Europa registriert

Wird die Pest jetzt auch für Deutschland und Europa wieder gefährlich? Fakt ist, dass solche Fälle, wie sie jetzt in den USA aufgetreten sind, in Deutschland oder Europa bislang nicht beobachtet wurden. Das gilt auch für die vergangenen Jahrzehnte.

Wie kommt es zur Pest?

Die Zeiten, in denen die Pest ("Schwarzer Tod") ganze Dörfer auslöschte, ist glücklicherweise vorbei. Heute spielt die Infektionskrankheit in Europa keine Rolle mehr. Verursacht wird sie durch das Bakterium Yersinia pestis. Nagetiere wie Ratten und Mäuse sind das Reservoir des Erregers. Über Flöhe kann das Bakterium von den Tieren auf den Menschen übertragen werden. Selten stecken sich Menschen direkt an erkrankten Nagetieren an. Krankheiten, die wie die Pest von Wirbeltieren (wie Ratten) auf Menschen (und in umgekehrte Richtung) übertragbar sind, bezeichnet man als Zoonosen.

Wie wird die Pest übertragen?

Mit Pest infizierte Menschen können den Erreger auch an andere Menschen weitergeben. Das passiert besonders bei der Lungenpest. Sie wird über Tröpfcheninfektion übertragen.

Kann man von der Pest ins Blut?

In ungefähr zehn Prozent aller Fälle gelangen die Pest-Bakterien ins Blut und verursachen eine "Blutvergiftung". Diese sogenannte Pestsepsis tritt als Komplikation der Beulen- oder Lungenpest auf. Mögliche Symptome sind abfallender Blutdruck, hohes Fieber, Verwirrtheit oder Lethargie sowie Verdauungsprobleme.

Wie äußert sich die Beulenpest?

An der Stelle, an der die Pest-Bakterien mittels Flohbiss in die Haut eingedrungen sind, bilden sich manchmal kleine Bläschen. Manchmal entwickelt sich in späteren Stadien auch ein leichter, roter Hautausschlag. Die Pest-Erreger wandern in die benachbarten Lymphknoten, die durch die Infektion anschwellen und leicht ertastet werden können. Die geschwollenen Regionen sind bei der Beulenpest hart und schmerzen. Häufig betroffen sind Leiste, Achselhöhle und Hals, wo sich die großen Lymphknotenstationen befinden. Im weiteren Verlauf breitet sich die Erkrankung aus und auch weiter entfernte Lymphknoten schwellen an.

Wie gefährlich ist Pestsepsis?

Besonders gefährlich sind Gerinnungsstörungen, denn damit verbunden sind Blutungen im Körperinneren. Herzstolpern, eien Vergrößerung von Milz und Leber sowie Nierenversagen sind weitere mögliche Folgen.

Wie lange muss man nach einer Beulenpest isolationsfrei sein?

Nach Beginn der Antibiotikatherapie müssem Patienten mit Beulenpest mindestens noch zwei Tage, Patienten mit Lungenpest mindestens noch vier Tage isoliert bleiben

Was hilft gegen Pest?

Die Pest wird heutzutage mit Antibiotika behandelt, zum Beispiel mit Streptomycin, Gentamycin, Tetracyclinen (z. B. Doxycyclin) oder Chloramphenicol. Meist verabreichen die Ärzte das Medikament erst intravenös via Spritze, später in Tablettenform.

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